Das nächste Silicon Valley entsteht in der Cloud – Zusammenarbeit in der Dynamic Supply Chain

Das nächste Silicon Valley entsteht in der Cloud – Zusammenarbeit in der Dynamic Supply Chain

Das nächste Silicon Valley entsteht in der Cloud – Zusammenarbeit in der Dynamic Supply Chain

Voll digitalisierte Unternehmen kooperieren weltweit in der Remote Collaboration und bilden hocheffektive firmen- und staatsgrenzenübergreifende Netzwerke, die globale Märkte schneller, innovativer und individueller bedienen.

In den ersten beiden Teilen der kyona Vision Story wurde aufgezeigt, wie sich die Arbeit in den nächsten 10 Jahren verändern wird. Jan und Anna arbeiten von Sami, einer griechischen Insel im Ionischen Meer aus und sind doch voll integriert in die weltweit zusammenarbeitenden agilen Teams. Remote Collaboration auf digitalen Plattformen schafft ein Arbeitsumfeld für unübertroffene Effizienz in der überregionalen und firmenübergreifenden Zusammenarbeit. Leben und Arbeiten wird heute in Harmonie gebracht und nicht, wie früher mit dem Life-Balance-Ansatz strikt voneinander getrennt. Man arbeitet von wo man will. Digitalisierung macht es möglich.

Dies gilt ebenso für Jan und Annas Nachbarn in den Penthouse’s nebenan. Carlos und Summer haben sich nur für diesen Sommer im Inselparadies eingefunden. Christian und Michelle Wagner wohnen mit ihren beiden Kindern fest auf der Insel.

In diesem Teil  der kyona Vision Story geht es um die Wirkung neuer Konzepte in der weltweiten Zusammenarbeit. Das nächste Silicon Valley entsteht in der Cloud – in der Dynamic Supply Chain.

kyona Vision Story Teil 3: Zusammenarbeit in der Dynamic Supply Chain

Digitales Busines – alles läuft über Plattformen

Remote Zusammenarbeit in kollaborativen Teamorganisationen ist heute – 2030 – die übliche Form der Unternehmensorganisation. Produktionen wurden in den letzten Jahren immer weiter automatisiert, immer weniger Mitarbeiter mussten tatsächlich in die Werke gehen. Weltweit aufgestellte Teams sind in der Industrie mittlerweile die Regel. Büroraum wird eingespart, der überwiegende Teil der Mitdenker arbeitet heute von Zuhause aus.

Ein weiterer großer Teil der Mitdenker ist dort hingezogen, wo es ihnen gefällt. Remote Arbeiten ermöglicht räumliche Freiheiten, die vielseitig genutzt werden.  Einen erheblichen Schub erhielt die Dezentralisierung der Zusammenarbeit, nachdem vor gut 10 Jahren ein neuer Virus Covid-19 die Wirtschaft weltweit physisch lahmlegte. CoVid-23, drei Jahre später führte dann zum Durchbruch von Remote Arbeiten. Geschäftsreisen, physische Meetings irgendwo in der Welt stellen sich im Vergleich zu gut organisierter Remote Collaboration als ineffizient und gefährlich für die Gesundheit heraus. Ganz zu schweigen von den enormen Einsparpotenzialen durch den Wegfall von unproduktiven Reisezeiten und enormen Kosten für Flüge, Hotels und Mietwagen etc. Deutlich aggressiver als der Virus von 2019 zwang Covid-23 die Welt erneut in die erzwungene Distanz. Einige Unternehmen waren jedoch aus den Erfahrungen von 2020 besser vorbereitet als andere. Viele derjenigen, die nach Covid19 hofften, man könne danach wieder zur alten Ordnung zurückkehren, wurden wenige Jahre später vom Markt gefegt.

Einen Schub aus ganz anderer Richtung erhielt die neue Art der Zusammenarbeit vom Amazon Gründer Jeff Bezos, der dem damals noch allgemein üblichen Streben nach „Work-Life-Balance“ eine klare Absage erteilte und es als falschen Weg markierte. Sein Erfolgsrezept für effektives und gesundes Arbeiten basiert auf Integration der Arbeit in das Privatleben – das Schaffen einer Harmonie zwischen beidem. Seiner Überzeugung nach lähmt das Streben nach Work-Life-Balance, da es eine energieraubende strikte Trennung zwischen Arbeit und Freizeit impliziert. Somit wird Arbeit zum Verkauf von Lebenszeit an ein Unternehmen. Der sinnstiftende Effekt und die Wirkung einer befriedigenden Aufgabe auf das gesamte Leben tritt in den Hintergrund. Zumindest für Knowledge Worker also Aufgabengebiete, die viel mit Arbeit am Rechner, mit EDV-Systemen etc. zu tun haben, hat sich im Rahmen der zunehmenden Agilisierung der Unternehmen der von Bezos getriggerte Trend durchgesetzt.

Diese drei Erfahrungen führten weltweit zu einem Umdenken in der Organisationsentwicklung und beflügelten Remote Collaboration als Arbeits- und Lebenskonzept.

Viele voll digitalisierte Großunternehmen haben im Zuge dieser neuen Erkenntnisse im Sinne der Corporate Social Responsibility außerhalb der immer teurer werdenden Ballungsgebiete ihre eigenen kleinen Unternehmensdörfer gebaut. Sinnstiftende Communities mit einer Firmenzentrale in der Mitte und in unterschiedlichen Siedlungen angeordneten Häusern. Firmeneigene Kindergärten und Betreuungseinrichtungen und in der Zentrale integrierte Begegnungsräume mit Spiel- und Grillplätzen, professionell betriebenen Restaurants und Bars sowie 24/7 Kioske für den täglichen Kleinbedarf an Lebensmittel und Snacks sorgen für ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit.
Die meisten Arbeitsplätze sind zu Hause. Alan Musks Hyperloop verbindet einige dieser in ländlichen Regionen erstellten Satelliten mit den Großstadtzentren Berlin, Essen, Hamburg, Frankfurt, München. Eine Art Magnetschwebebahn aber in einer Vakuumröhre unter der Erde erlaubt reibungsfreie Fortbewegung mit unglaublichen Geschwindigkeiten von fast 1.000 km/h. Bitte anschnallen! Die Beschleunigungswerte sind wie bei modernen Elektro-Sportwagen, von 0 auf 200 in 4,8 Sekunden. Aber der Hyperloop fängt dann erst richtig an zu beschleunigen. Ein tolles Erlebnis, das jedoch irgendwann auch zur Routine wird.    
Interessanter Weise werden die vormals geplanten Auslastungszahlen für die Hyperloops nicht ganz erreicht, da deutlich mehr Büroarbeitsplätze aus den Zentren in die Peripherie verlagert wurden, als in der optimistischen Kalkulation der Betreiber angenommen wurde. Das Konzept, die erheblichen Baukosten der Hyperloops über rasant steigende Grundstückpreise rund um die Hyperloop Startpunkte zu finanzieren, ist jedoch trotzdem aufgegangen.

Familie ist nach den gesellschaftlichen Krisen der vergangenen Jahre wieder wichtiger geworden.
Die neuen Formen der Kollaboration erlauben nun die sinnvolle Verbindung von zwei arbeitenden Elternteilen und intensivem Familienleben. Und das geht in den von modernen Unternehmen bereitgestellten Arbeits- und Lebensumfeld im ländlichen Raum, umgeben von Natur und Freiraum für die Kinder deutlich besser als in der mit dem Hyperloop ja ohnehin in 10 bis 15 Minuten erreichbaren Großstadt. Im Zusammenschluss unterstützen die anliegenden Unternehmen umliegende Schulen und sorgen in der ländlichen Community für eine gute Bildungsgrundlage nicht nur der Kinder ihrer Mitarbeiter. So schaffen sich die wegen ihrer Hochtechnologie auf Mitdenker mit mathematischen und naturwissenschaftlichen Fähigkeiten angewiesenen Unternehmen ihr erforderliches Nachwuchspotenzial selbst.

An dieser Entwicklung nahmen aber bei weitem nicht alle Unternehmen und Branchen teil. Sie war und ist weitgehend den Organisationen vorbehalten, die sich der letzten beiden industriellen Revolution, Digitalisierung und Vernetzung nicht verschlossen und schnell genug Knowhow aufbauten, um sich entsprechend zu entwickeln. Die neue Effektivität der Zusammenarbeit schafft Wettbewerbsvorteile und damit finanzielle Spielräume, die wiederum weitere innovative Entwicklungen ermöglichen.

Leider gehörte Christians ehemaliges Unternehmen nicht dazu. Es ist in der 23er Corona-Welle ins Straucheln geraten. Zwar hatten die Mitarbeiter sich auch bereits mit agilen Arbeitsweisen und Digitalisierung auseinandergesetzt aber das Top-Management zog nicht ausreichend mit. Bis zu 75% schneller am Markt, bis zu 75% verbesserte Qualität, bis zu 50% Produktivitätssteigerung und bis zu 50% höhere Mitarbeiterzufriedenheit, wie Scaled Agile Inc. sie aus ihren Projektergebnissen statistisch belegt schon damals als Erfolg vermelden, waren natürlich auch für sein ehemaliges Top-Management interessant. Aber wenn es mit der agilen Arbeitsweise in den Bereichen mal eng wurde, griffen die Manager beherzt durch – wie sie es nannten – und fielen in alte Verhaltensmuster zurück. In der Krise ist eine harte Hand wichtig hieß es 2023 dann wieder. Und plötzlich stand Christian auf der Straße. Ein paar ungünstige strategische Schnellschüsse, demotivierte Mitarbeiter, fehlende Umsätze, hohe Fixkosten, Konkurs.

Die Füllhorntaktik der europäischen Regierungen zum Abfedern der 2019er Corvid Katastrophe hatte die Staatskassen bereits erheblich belastet. Die Ergebnisse der Rettungskationen und anschließendem Aufschwungprogramm waren nicht so zufriedenstellend wie erwartet und belasteten den Euro erheblich. Alles war irgendwie auf Kante genäht und kritisch. In 2023 ging es für die Wirtschaft dann härter zur Sache. Staatshilfen wurden wegen wieder kriselndem Euro knapper ausgelegt. Die Auswirkungen dieses erneuten Abschwungs waren mächtiger, wie man auch an Christians Arbeitgeber sehen konnte. Aber bei nüchterner Betrachtung der Situation, muss Christian anerkennen, dass die Wirtschaftskrise seinem bereits in Schieflage befindlichen ehemaligen Arbeitgeber nur den Rest gegeben hat. Das Beschäftigen mit agile Collaboration in seinem Fachbereich hatte ihn damals jedoch schon infiziert. Seine Überzeugung war gefestigt: Das ist der richtige Weg in die Zukunft.

Christians Frau Michelle gab wegen ihrer gemeinsamen zwei Kinder ihre Festanstellung bereits einige Jahre vorher auf und schloss sich als freie Graphik Designerin den kyonauten, einer Dynamic Supply Chain Plattform an. Auf dieser digitalen Plattform schließen sich Freiberufler und kleine bis mittlere Firmen zweckgebunden temporär zu Lieferketten zusammen und arbeiten komplett digitalisiert miteinander.

Neben der Vergabe von einzelnen Aufträgen werden auf der Plattform vollständige Supply Chains von der Produktidee bis zum Verkauf im Onlineshop organisiert und dynamisch abgewickelt.

Für Michelle war die kyonauten Community und die Dynamic Supply Chain während ihrer Erziehungszeit anfangs nur eine Möglichkeit, flexibel mit der Arbeit verbunden zu bleiben. Jedoch wuchs ihr Business schnell in Dimensionen, die ihr Selbständigkeit und Freiheit in Verbindung mit der Erziehung ihrer Kinder Clarissa und Jonte ermöglichte. Heute betreibt sie ihr Online-Business von Sami, ihrer kleinen griechischen Insel aus. Ihre Sprösslinge gehen in die Remote International School und haben wie die Kinder im Dorf vormittags bis zum frühen Nachmittag Unterricht – nur eben online vor dem Bildschirm. Michelle betreut sie zusätzlich. Nachmittags spielen die beiden mit den Kindern im Dorf Fußball, Brennball oder Queimou, ein griechisches Versteckspiel, bei dem der Anschlagpunkt für den Suchenden aus drei kleinen Holzstöckchen wie eine Art Zelt zusammengestellt werden muss. Mit der Zeit haben sie ausreichend griechisch gelernt, um mit ihren kleinen Freunden aus dem Dorf zurecht zu kommen.

Die vier wohnen als Familie im dritten Penthouse der Reihe, gleich neben Jan & Anna und Carlos & Summer. Im Gegensatz zu den beiden anderen Paaren wohnen sie nicht zur Miete sondern kauften das Apartment mit der herrlich großen Sonnenterrasse.

Diese Art zu leben wurde für die Familie möglich, da Christian sich nach dem Konkurs seines Arbeitgebers entschloss, mit einem seiner damaligen Kollegen bisheriges Know-how zum Start in eine digitalisierte Zukunft zu nutzen. Die Erfahrungen, die Michelle in der digitalen Welt der kyonauten gesammelt hatte, ermutigten Dimitirie und ihn sich ebenfalls in die Dynamic Supply Chain einzuklinken.

Heute betreiben die beiden ein kleines Unternehmen für digitale Arbeitsvorbereitung mit mittlerweile 10 Mitarbeitern – oder eben Mitdenkern. Sie setzen Designvorlagen in Steuerprogramme für CNC gesteuerte Produktionsanlagen um. Dimitrie ist Ukrainer und lebt nach 20 Jahren Deutschland nun mit seiner russischen Freundin auf der Krim in einer Datscha; Christian lebt mit seiner Familie in Griechenland.

Mit ihrem Unternehmen spezialisierten sie sich auf die Betreuung von hochmodernen, vernetzten Schuh-Produktionsanlagen. Gerade sind sie wieder in eine neue dynamische Supply Chain eingestiegen. Ihr Kooperationspartner Stefan aus Pirmasens in Deutschland, ein Schuhfabrikant, der den traditionsreichen Familienbetrieb von seinen Eltern übernommen aber die gesamte Produktion dann im Zuge der Globalisierung Stück für Stück nach Asien auslagern musste, hatte wieder begonnen, Schuhe in Kleinstserien und Einzelstückfertigung hochautomatisiert auch wieder in Deutschland zu fertigen. Das Produktions-Knowhow ist in der alten Schuhregion Pirmasens und in seinem Unternehmen noch vorhanden. Digitalisierung und Automatisierung sind seine Leidenschaft. So fährt Stefan neben den hauptsächlich in Asien und Osteuropa betriebenen Produktionsstätten für seine Produktnische Bequemschuhe – Zielgruppe Ältere Kundschaft, nun wieder eine Fertigung für fesche, coole Designerschuhe hoch. Digitalisierung und Automatisierung aller IIOT machen auch den Standort Deutschland wieder attraktiver. In den letzten Jahren sind die Energiekosten weiter gestiegen und Transport ist in der Logistik zwischenzeitlich ein ernstzunehmender und einzukalkulierender Kostenfaktor geworden. Auch ist das Bewusstsein für lokal gefertigte Produkte gerade in Europa gestiegen. Da die neuen Hightech Schuhproduktionsanlagen große Teile des Schuhs drucken und wie gesagt hochautomatisiert laufen, hat Stefen mehrere dieser Schuhdruck-Center in Europa und auch in Amerika und Asien aufgestellt. Sie sind alle vernetzt und werden zentral gesteuert. Es bedarf vor Ort nur wenig Aufwand, um die Materialzufuhr zur Produktionsanlage und das Verpacken und Versenden sowie die geringe physische Wartung der Anlagen zu organisieren. Für sein Brot- und Buttergeschäft Bequemschuhe für ältere Semester hat Stefan das Design-Knowhow im Unternehmen. Neue Märkte für vornehmlich junge Kunden lassen sich von Primasens in der Pfalz aus jedoch nur bedingt erschließen. Nicht nur das Design muss anderweitig zugesteuert werden. Auch die hochspezialisierte Leistung der digitalen Arbeitsvorbereitung holt er sich von außerhalb.

Hierzu hat Stefan sich mit seinem neuen DigLab-Shoe-Unternehmen auf der kyonauten-Plattform mit Christians Unternehmen in eine dynamische Supply Chain eingeklinkt. Ebenfalls dabei sind eine Reihe von Schuhdesignern aus aller Welt, die sich in diverse dynamische Supply Chains für ihre jeweiligen Schuhserien als kyonauten mit einbinden.

Vor wenigen Tagen hat Stefan in der Plattform die Entwürfe von Harumi, einer in Tokio lebenden Schuh-Designern gefunden. Harumi war es leid, sich von ihrem streng hierarchisch agierenden Chef ihre Designvorstellungen zerreißen zu lassen: „Das ist zu wild für unsere Kunden…“, „Harumi, wir sind hier nicht in der Diskothek. So etwas können wir nicht verkaufen…“

Irgendwann hat sie einfach gekündigt, zuhause am eigenen Rechner ein paar neue coole Designs erstellt und sie auf der Suche nach einer dynamic supply chain bei den kyonauten hochgeladen. Stefan ist nach Durchsicht der Entwürfe mit Harumi in Verbindung getreten und Verhandlungen mit ihr begonnen. Die digitale kyonauten Plattform stellt für die Verbindung von Community-Mitgliedern automatisch ein agiles, voll digitalisiertes Arbeitsumfeld zur Verfügung. Alle an einer Lieferkette Beteiligten werden zu einem Unternehmen auf Zeit integriert. Von der Idee über Produktentwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb inklusive Rechnungswesen, Zollabwicklung etc. finden sich kleine und mittelgroße Partner zusammen. Die Plattform hilft automatisiert beim Aushandeln der Arbeitsbeziehungen, Kosten und Umsatzverteilung etc. 

Nachdem sich Stefan und Harumi per digital Letter of Intent einig geworden sind, schaltet er Christian und Dimitrie ein. Die beiden sollen die Designentwürfe von Harumi in Steuerprogramme für Stefans Produktionsanlagen-Netz umsetzen. Die Entwürfe passen perfekt in die Markenstrategie von Clara, die in Costa Rica lebt und mit ihrer online Marketing-Agentur gerade ein neues Brand positioniert. Ihr Ziel ist es, Adidas, Nike und Puma mit ihren Sneakers in der Nische junge Kunden abzujagen. Limitierte Auflagen, die gleich nach dem Erscheinen ausverkauft sind und dann zu höheren Preisen gehandelt werden. Luxus und Status als knappes Gut. Dafür schaltet Clara in der Regel eine Reihe von YouTube und Insta Influencer mit in die dynamische Digital-Initiative.

Der Supply Chain fehlt dann noch die Abrechnung und der Zoll- und Steuerkram. Das Katz- und Mausspiel zwischen steuereintreibenden Staaten und international digitalisierten Unternehmen mit Steuervermeidungsabsichten hat in den letzten Jahren weiter zugenommen. So ist ein Wirrwar von Vorschriften und Regeln entstanden, die gerade für die weltweite Zusammenarbeit besonderes Know-how erforderlich machen. Dies ist das Spezialgebiet von Gerdi. Abrechnung und steuerliche Veranlagung der gesamten dynamischen Supply Chain – auch DSC genannt – lässt sie steueroptimiert über Luxemburg laufen.

Fehlt noch der Onlineshop und derer hat Frederike aus Kopenhagen in Dänemark gleich zwei, die für den Vertrieb der neuen Schuhe in Frage kämen. Amazon ist zwar groß aber hier nicht cool genug.

Stefan koordiniert als Initiator der DCS die erste Videokonferenz der potenziellen Geschäftspartner. Da die Zusammenarbeit auf der kyonauen-Plattform agil und hochgradig standardisiert ist, finden die Beteiligten schnell zusammen. Die Entwürfe von Harumi überzeugen die Sitzungsteilnehmer schnell. Anpassungsvorschläge werden von Harumi aufgenommen und in ihrer Aufgabenkarte notiert. Zügige Umsetzung wird zugesagt. Das gemeinsame Vorhaben wird in einem Development Epic skizziert, die Karte mit Harumis Entwürfen sofort verlinkt.  Da es für das Kernteam dieser Initiative nicht die erste dynamische Supply Chain ist, die sie aufstellen, liegt in der kyonauten-Plattform für das Development Epic ein Template bereit. Ein Supply Chain-Strukturplan wird in Form von Arbeitskarten schnell zusammengestellt und dem Dev-Epic zugeordnet. Bis morgen wird jeder seinen Themenschwerpunkt ausplanen und den entsprechenden Aufwand grob kalkulieren.

Christian ist euphorisch. Es ist zwar die zehnte dynamische Supply Chain in die er sich mit hineinhängt aber er hat ein gutes Gefühl. Angetrieben von der Idee wird er wohl den Rest des Tages und einen großen Teil der Nacht durcharbeiten. Mit einspannen wird er Markus, einen Kollegen, der gleich um die Ecke von Stefans Pirmasenser Schuh-Werk wohnt. Wenn die DSC klappt, gibt es für die beiden und die weiteren Kollegen in aller Welt wieder mehr zu tun. Es winkt ein Anteil am Umsatz, der morgen unter anderem in der nächsten Videokonferenz besprochen werden wird.

So wie Christian und Dimitrie mit ihren 10 Kollegen arbeiten mittlerweile tausende von Unternehmen dynamisch zusammen und bedienen als temporäre Projektorganisationen die schnelllebigen und anspruchsvollen Märkte. Ganze Flughafen und Kraftwerksbauten werden über Konsortien, organisiert über die dynamische Supply Chain, angeboten und abgewickelt. Diese hochgradig standardisierte Form der digitalen Zusammenarbeit wurde erst mit der Bewusstseinsänderung bezüglich personen- und themenbezogener Kommunikation möglich. Dieses eine agile Prinzip war letztlich die Killerapplikation für den digitalen Fortschritt.

Eigentlich waren die vier Wagners heute Abend mit Anna und Jan zum Abendessen im Dorf verabredet. Jetzt ist Christian leider etwas anderes interessantes dazwischengekommen. Michelle ist es recht so. Die Kinder spielen im Schatten auf der Dachterrasse Memory und sie ist in die Überarbeitung einer Marketingbroschüre für die Hamburger Caritas vertieft, die sie heute gerne noch fertigbekommen möchte. Christian entkoppelt seinen Bildschirm vom Rechner und geht mit dem Tablet-PC und einem Handtuch bewaffnet in Richtung Steintreppe zum Steg runter, wo er unter dem Sonnenschirm sitzend mit seiner Arbeit an der Kalkulation beginnen möchte. Auf dem Weg schaut er schnell bei Anna und Jan rein und meldet seine Familie vom gemeinsamen Essen im Dorf ab. Dabei kommt er auch an der Terrasse von Summer und Carlos vorbei, die er freundlich grüßt. Aber Summer hat gerade andere Gedanken im Kopf. Sie zieht Carlos an der Hand ins Schlafzimmer. Die Rechner haben Pause, die Smartphones sind ausgeschaltet. Jetzt nehmen sich die beiden eine dreiviertel Stunde Zeit füreinander – junge Liebe eben…

Unten am Meer angekommen nimmt Christian noch schnell den Abendessentermin aus dem Kalender und ersetzt ihn durch einen due not distrub Block, der ihm ungestörtes Arbeiten ermöglichen wird.

Dieser Switch löst nun eine Anfrage des Wagner‘schens Kühlschranks und des Home-Gourmets aus. Sie erscheint auf den Smartphones von Michelle und Christian. Der Kühlschrank hat bereits eine Nachbestellung der zwischenzeitlich verbrauchten Lebensmittel zusammengestellt und fragt nun an, ob zum Abendessen noch etwas zu besorgen sei. Der Home-Gourmet, eine vollautomatische Küchenmaschine, die echte Gourmetessen zaubern kann und einen Großteil der Lebensmittel dafür druckt, macht konkrete Vorschläge für Lieblingsessen der vier Wagners. Nach einem Klick von Michelle werden auch die beiden Kinder in die Abfrage mit einbezogen.

Normalerweise legen Christian und Michelle großen Wert auf frisch gekochtes Essen mit viel Gemüse und weiteren gesunden Zutaten. Essenkochen mit Zeit und Muße ist Lebensqualität für sie. Aber wenn die Zeit knapp ist und beide mit ihrer Arbeit im Flow sind, lassen sie den Home-Gourmet schon mal ran.

Nach der Wahl des Menüs bestellt das Gerät automatisch tiefgefrorene Zutatenpatronen, die zusammen mit den vom Kühlschrank und der Kaffeebar georderten Lebensmitteln unten im Dorf bereitgestellt und mit einem Fahrerlosen Transportsystem (FTS) automatisiert angeliefert werden. Steht das FTS vor der Tür, erfolgt ein Alarm auf alle angeschlossenen Smart-Devices und man hat 5 Minuten Zeit, dem FTS die Lieferung zu entnehmen. Ein Code auf dem Smartphone öffnet eines der Kühlfächer des Lieferfahrzeuges. Verpasst man die 5 Minuten, fährt das FTS weiter und kommt später noch einmal vorbei.

Die Lebensmittelpatronen werden dann in den Home Gourmet eingesetzt, der Essenszeitpunkt eingegeben und man kann sich in freudiger Erwartung eines frisch zubereiteten, leckeren Essens wieder seiner Beschäftigung widmen. Was für ein Unterschied zu den noch vor einigen Jahren üblichen Essensanlieferungen mit knatschigen  Pommes, zähem, lauwarmen Fleisch und labberigen Gummipizzen vom Restaurant-Lieferdienst.

Nachdem Christian auf der Liege am Wasser ruhend in der Plattform seinem Supply Chain Element im Development EPIC ein Produktionsplan-Strukturelement zugeordnet und seinen Kollegen Markus als Teammitglied eingetragen hat, fordert er seinen Rechner auf, eine Videokonferenz mit Markus zu starten.

Ein Smart-Home am Hang des Pfälzer Waldes ist Markus‘ zu Hause. Von hier aus hat er 180 Grad freien Blick auf die Pfälzer Tiefebene. Für seine Kreativität braucht er den Blick in die Ferne. Von seinem Schreibtisch aus kann er bei gutem Wetter bis zu 70 Kilometer weit sehen. Früher blieb sein Blick häufig am Kernkraftwerk hängen, einem Störfaktor in der sonst so ruhig daliegenden Pfälzer Landschaft. Im Zuge des deutschen Atomausstiegs ist der markante Kühlturm vor kurzem gesprengt worden. Noch fehlt ihm der Anblick des dampfenden Kolosses, an dessen Wasserdampffahne er immer sehen konnte, wie und von wo der Wind gerade weht. Aber er wird sich daran gewöhnen. Geblieben ist der Ausdruck deutschen Fortschritts in der Energiepolitik: Hunderte von Windmühlen drehen sich in seinem Blickfeld. Die rotierenden Flügel der Stromgeneratoren verbreiten leichte Unruhe in der sonst so anmutig daliegenden Pfälzer Tiefebene.

Als Markus sich in die Videokonferenz einklinkt, weiß er schon, um was es geht. Er bekommt sofort einen Alert, wenn ein neues Development Epic in ihrem kyona Account eingestellt wird. Markus ist neugierig und freut sich auf den potenziellen neuen Auftrag. Das freie Arbeiten mit Christian und Dimitiri hat er zu schätzen gelernt. Er ist bei den beiden angestellt aber kann sich seine Zeit komplett frei einteilen, sich mit Programmierung und Tüftelei auseinandersetzen und weiterhin sein Smart Home genießen, an dem er ständig entwickelt und herumbastelt. Er mag die Unsicherheit des Freiberuflerdaseins nicht und fühlt sich in seinem Angestelltenverhältnis sehr wohl.

Die beiden schauen sich die Entwürfe von Harumi am Bildschirm genauer an und beginnen zu überlegen, wie diese wohl in Stefans Schuhdruckern umzusetzen wären. Sechzehn Anlagen könnten dafür laufen, sofern das Design Gefallen bei der Schuh-Community findet. Es soll eine Möglichkeit geben, die Schuhe zu individualisieren. Beim Bestellvorgang kann die Kundschaft besondere Features in das Design einfügen, die die Schuhe zu Einzelstücken machen. Diese Variationsmöglichkeiten dürfen allerdings das Gesamtdesign des Schuhs nicht beeinträchtigen. Nachdem die Eckdaten besprochen sind, arbeitet Stefan allein an der Kalkulation weiter. Zwischenzeitlich ist die Sonne untergegangen und zauberte wieder einmal ein allabendliches Farbenspiel der besonderen Art an den ganz leicht bewölkten Himmel. Aber nun wird es langsam auch frischer am Wasser. Da kommt das Essensignal des Home-Gourmets auf seinem Tablet gerade recht. Stefan nimmt Rechner und Handtuch und geht hoch zu seiner Familie. Das Essen steht auf dem Tisch, eine Flasche guten Rotweins dazu. Für die Kinder gibt es Traubensaft.

Nach dem Gourmet-Abendessen und einer ruhigen halben Stunde Familiengespräch am Tisch, bei dem die Kinder genüsslich ihr Eis schlecken, macht sich Anna daran, ihre Caritas-Broschüre endlich abzuschließen.  Christian bringt die Kinder zu Bett, liest ihnen noch eine Geschichte vor und setzt sich dann wieder an seine Kalkulation.

Alle Beteiligten der neuen dynamischen Supply Chain haben zwischenzeitlich ihren Supply Chain Elementen im Development EPIC Strukturelemente in Form von Aufgabenkarten hinzugefügt. Christian kann es auf dem DSC-Board sehen. Zwei Sichten stehen ihm in der Kollaborations-Plattform zur Verfügung. Die eine zeigt alle Aufgabenkarten in zeitlicher Ordnung in einer Art Projektplan mit Gantt-Chart. Hier kann das Team Zusammenhänge und Abhängigkeiten planen, den groben Ablauf der Initiative visualisieren und sie gemeinsam abstimm- und bearbeitbar machen. Dieser Projektplan füttert dann später in der Zusammenarbeit das DSC Teamboard, ein KanBan-Board mit sechs Statusspalten: Geplant – also im Projektplan stehend, Sprint Backlog – zur Bearbeitung im nächsten Sprint vorgesehen, on work – wird aktuell dran gearbeitet, on hold – auf weiteren Input wartend, resolved – ist aus meiner Sicht fertig sowie done – im Team abgestimmt als fertig validiert.

Die Zeilen des Boards zeigen die Namen der Teammitglieder der DSC und die ihnen zugeordneten Aufgabenkarten. Kleinere Initiativen mit maximal 11 Beteiligten kommen mit einem Board aus. Sind mehr als 11 Personen zur Umsetzung erforderlich, werden automatisch mehrere Teamboards angelegt und eine Teamintegration hinzugefügt. Die für Teamarbeit und Integration aller Beteiligten erforderliche Meetingstruktur wird von der Plattform nach Sichtung der Kalender aller Mitwirkenden automatisch vorgeschlagen.

Eine andere Ansicht des Kollaborationsboards zeigt Christian alle seine Initiativen auf einen Blick. Die Spalten sind immer gleich aber die Zeilen des Boards zeigen nun die unterschiedlichen Initiativen, in denen er mitwirkt. Er erkennt sofort, für welche Aufgabenkarten er als Treiber vorgesehen ist und für welche Karten er Input geben also mitarbeiten soll. Die Karten, die er seiner besonderen Beobachtung unterziehen möchte, zieht er sich, mit einem zweifachen Augenklimpern auf den Blickfang-Button schauend, in sein MyToDo Board. Hier kann er seine Aufgaben in einer Art Backlog sortieren. Was er zuerst erledigen muss, kommt nach oben, weniger dringendes wandert in der Liste nach unten. Jeder Karte in dieser Liste kann er seine persönlichen Notizen hinzufügen. Christian durchdenkt für jede Aufgabenkarte seine Arbeitsschritte und listet diese schnell auf. Sie werden wie eine Checkliste angezeigt, auf der er dann ein erledigtes ToDo nach dem anderen abhaken kann. Dieses Abhaken findet Christian sehr befriedigend, auf dem Bildschirm wird das ToDo sogleich durchgestrichen dargestellt. Jeden Abend sieht er sofort, was er geleistet hat. Diese ToDos werden, sofern er sich nicht aktiv dagegen entscheidet, mit einem Blickfangklick als Kommentar in den Lösungsweg der Aufgabenkarten integriert. So kann jeder seiner DCS-Kollegen sofort sehen, wie der Status ist und wo er wiederum mit seiner Arbeit aufsetzen kann.

Zur Vorbereitung auf das morgige erste Planungs-Meeting der neuen DSC arbeitet Christian seine Aufgabenkarten aus und erstellt damit unter anderem die geforderte grobe Kalkulation. Er hat nach Abschluss seiner Arbeiten ein gutes Gefühl und kriecht zufrieden zu Anna unter die dünne Bettdecke.

Für den nächsten Morgen ist das erste Planungsmeeting der neuen DSC angesetzt. Christian ist früh aufgewacht und steht mit einem ersten Kaffee an der Brüstung seiner Dachterrasse. Ein frischer Wind weht vom Meer herauf. Erste Segelyachten verlassen die Marina von Sami und ziehen mit Hoffnung auf stabilen Wind einem schönen Segeltag im Ionischen Meer entgegen. Vor dem Strandabschnitt des Wagnerschen Appartmenthauses holen die Crews in der Regel ihre Fender ein und setzen bei ausreichend Wind Groß- und Focksegel. Die beiden sich gegenüberliegenden Inseln wirken für die Segler wie eine Winddüse, die einen zügigen Vorwindkurs zulässt. Das ruhige Treiben an Deck der Schiffe ist schön anzusehen. Ab und zu winkt einer der Segler herüber, wenn Christian von seiner Terrasse oder auch unten vom Steg aus den Booten hinterherschaut.

Nun setzt Christian sich in die champagnerfarbigen Sitzkissen der Lounge-Möbel auf der Terrasse und schaltet sein Microsoft Surface ein. Auch wenn die Microsoft- Software Produkte für echte agile Kollaboration nicht wirklich zu verwenden sind, gefällt ihm die Hardware von Bill Gates ganz gut. Microsoft steht für die alte Welt der Zusammenarbeit – für personenbezogene Kommunikation in eMails, SharePoints, teams Gruppenchats. Die Integration der vielen separaten Tools ist zwar recht gut gelöst aber eben eine grundlegend andere Architektur. Da es jedoch ausreichend Unternehmen außerhalb des freien Marktes gibt, die sich derartige Ineffizienzen noch leisten können, ist Microsoft immer noch gut im Geschäft. Der Anteil staatlich gestützter und kontrollierter Unternehmen hat seit den Coronakrisen deutlich zugenommen. Systemrelevant nennt man diese Unternehmen heute. Sie zeichnen sich durch geringere Wettbewerbsorientierung, vergleichsweise wenig Innovation und eben personenbezogener Kommunikationsstrukturen aus. Der Staat machts halt möglich. Die Unterstützung mit Steuergeldern ist an Auflagen zur Gestaltung der Gesellschaft gebunden. Systemrelevante Unternehmen müssen viele Regeln beachten, um Gender-Neutralität, Diversity, ausreichend hohen Frauenanteil in Vorstand – und Aufsichtsrat und so weiter sicherzustellen. Der Staat versucht damit, die Auswüchse hierarchischer Unternehmensstrukturen auf das Zusammenleben in der Gesellschaft – im allgemeinen Sprachgebrauch als Kapitalismus bezeichnet – in den Griff zu bekommen.

Die neuen, agilen Formen der Zusammenarbeit, kennen diese Probleme nicht. Agile Collaboration in international aufgestellten, eigenverantwortlich agierenden, ständig lernenden Teams ist weder diskriminierend noch männerdominiert. Familie und Beruf sind vereinbar, räumliche Abhängigkeiten sind weitestgehend aufgehoben.

Das Schöne an der heutigen Situation ist, dass es durch die staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft die alten, hierarchischen Unternehmensstrukturen noch gibt. So kann jeder im Prinzip frei wählen, wie und wo er arbeiten möchte. Insofern hat sich die Welt in den vergangenen 10 Jahren dramatisch verändert. Für die meisten zum Vorteil.

Das Planungs-Meeting per Videokonferenz ist gestartet. Wieder sind Teilnehmer aus aller Welt vertreten. Internationale Kollaboration mit unterschiedlichen Kulturen sind interessant und produktiv. Jeder kann seine Stärken einbringen. Akzeptanz der Andersartigkeit, gegenseitige Unterstützung und Respekt vor den jeweiligen Leistungen prägt die Zusammenarbeit. Das Arbeiten mit und in unterschiedlichen Zeitzonen ist zur Gewohnheit geworden. Man teilt sich den Tag so ein, wie es passt und – ganz nach Jeff Bezos – eine Harmonie zwischen Arbeiten und Leben ergibt. Jeder ist für sich verantwortlich und sieht zu, dass er seine Energie für Arbeit und Leben in Harmonie und entsprechend hoch hält. Eine Art zu leben, die erst durch die Errungenschaften der Technik möglich wurde. Breitbandzugang zum Internet überall sowie neue Plattformen, die themenbezogene Zusammenarbeit ermöglichen.

Die Abstimmung geht zügig voran, alle Kalkulationen liegen vor. Mit Unterstützung der Plattform wird ein erster Entwurf der Teilungserklärung zusammengestellt. Wer übernimmt welches Risiko in dieser Initiative, welche Kapital- und Arbeitseinsätze sind vor dem ersten tatsächlichen Umsatz erforderlich? Welche laufenden Aufwände und operativen Zusatzkosten sind zu erwarten? Der Vorschlag der Plattform ist KI-gestützt und basiert auf der Auswertung von tausenden ähnlich gelagerter, erfolgreich abgewickelter dynamischer Supply Chain Initiativen. Das Team wird sich weitgehend einig.

Frederike aus Dänemark möchte bis morgen Bedenkzeit. Sie möchte noch etwas prüfen.
Da in der Abwicklung der Initiative insgesamt deutlich mehr als 11 Teilnehmer dabei sein werden, wird vereinbart, die DSC in der Mitte zu teilen und zwei Teams antreten zu lassen . Sie werden über eine einfache Integration synchronisiert.

Christian ist zuversichtlich, morgen steigt die neue dynamische Supply Chain.


Weiter im Teil 4: Enterprise Architecture

Zum Autor:

Rainer Borg hat
sich nach 10 Jahren Beratungs- und Aufbauarbeit in einer großen Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung sowie als Vorstand eines Startup ganz dem Thema Scaled Agile Collaboration in der Organisations- und Produktentwicklung verschrieben.

Mit fundierter Kompetenz bzgl. Scaled Agile Enterprise Architekturen dimensioniert er Agilität vom einzelnen Team bis hin zur gesamten Unternehmensgruppe.

Seine Passion ist, Unternehmen in ihrem Wandel zu begleiten, Strukturen zu initiieren, die es zum einen dem Management ermöglichen, Komplexität von
Veränderungsinitiativen zu beherrschen und zu steuern, zum anderen den Mitarbeitern ermöglichen, sich einzubringen und das Unternehmen aktiv mitzugestalten. 

Bildquellen:
Photo by jj ying 8bghKxNU1j0 on unsplash.com